Hochsensibilität im Unternehmen

Unternehmen

Für die Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit sind Unternehmen auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Sie sollten eine hohe Fachkompetenz haben, komplexe Zusammenhänge erfassen können, gern Verantwortung übernehmen, Interesse an Weiterbildung haben und zudem gute Teamplayer sein. Auf den ersten Blick mag ein solches Anforderungsprofil nicht sehr viel mit hochsensiblen Mitarbeitern zu tun zu haben, die eher durch eine geringe Belastbarkeit, Perfektionismus und Empfindsamkeit aufzufallen scheinen.

Doch anders als vielfach angenommen, sind Hochsensible sehr gut in der Lage, genau dieses Anforderungsprofil zu erfüllen. Vorausgesetzt, Unternehmen haben den Mut, Hochsensibilität nicht länger als Schwäche zu betrachten, sondern stattdessen die mit diesem Persönlichkeitsmerkmal verbundenen Fachkompetenzen und Stärken zu erkennen und zu fördern.

Hochsensiblen Fach- und Führungskräften sind die mit ihrem Persönlichkeitsmerkmal verbundenen Potenziale bewusst und sie können diese in ihre Tätigkeit integrieren. Zudem benötigen sie wirksame Strategien, mit denen sie ihr leicht erregbares autonomes Nervensystem vor dauerhafter Überlastung schützen können.

Gleiches gilt ebenso für hochsensible Selbstständige und Freiberufler, die den Sprung in die Unabhängigkeit wagen. Auch für sie ist wichtig, sich die Stärken ihrer Hochsensibilität bewusst zu machen und in ein tragfähiges Businessmodell zu überführen.

Mit gezieltem Coaching und Consulting unterstützt HAKINEM Unternehmen und Mitarbeiter sowie Selbstständige und Freiberufler dabei, das Persönlichkeitsmerkmal Hochsensibilität als wertvolle Ressource zu erkennen sowie nachhaltig in das berufliche Handeln zu integrieren.

Führungskräfte und Personaler

Unternehmen, in denen Führungskräfte und Personaler bereit sind, sich dem Thema Hochsensibilität zu öffnen, profitieren davon auf mehreren Ebenen:

  • Sie entwickeln und fördern die Stärken und Talente ihrer Mitarbeiter.
  • Sie binden Mitarbeiter mit überdurchschnittlicher Fachkompetenz.
  • Sie unterstützen die Entwicklung des gesamten Unternehmens.

Doch nicht immer ist es für Führungskräfte und Personaler leicht zu erkennen,

Hochsensible Mitarbeiter erkennen und verstehen - Zehn-Punkte-Merkmale

  1. Sehen immer das große Ganze (Generalist)
    + Zusammenhänge und Auswirkungen von Entscheidungen werden blitzschnell erkannt
    - Können sich in unwesentlichen Details verlieren, sodass Entscheidungen verzögert werden

  2. Möchten den Dingen auf den Grund gehen (Spezialist)
    + Hohe analytische Fähigkeit im Erkennen von Fehlern in Systemen
    - Der Blick für das Ganze geht verloren, sodass Prozesse verlangsamt werden

  3. Haben viele unterschiedliche Talente und Skills
    + Sind sehr flexibel einsetzbar
    - Wollen sich nicht festlegen

  1. Machen mehrere Tätigkeiten im Unternehmen gleichzeitig.
    + Sind „Übersetzer“ für die Spezialisten unterschiedlicher Fachabteilungen
    - Laufen Gefahr, den eigenen Arbeitsauftrag aus den Augen zu verlieren

  1. Leben einen hohen Perfektionismus, die Orientierung am Pareto-Prinzip (80-20-Regel) fällt ihnen schwer
    + Garantieren einen hohen Qualitätsstandard
    - Haben Schwierigkeiten, Aufgaben zu delegieren
  1. Folgen einem hohen Leistungsanspruch (im Flow sein)
    + Hohe Produktivität und Effizienz
    - Überfordern regelmäßig sich selbst und ihre Kollegen / Mitarbeiter

  2. Machen sich aufgrund ihrer Empathie und ihres Mitgefühls viele Gedanken über ihre Kollegen
    + Sind geschätzte Teammitglieder und Ansprechpartner für unterschiedlichste Belange
    -  Nehmen sich viel zu Herzen, können mit Kritik nur schwer umgehen

  3. Möchten ihren inneren Auftrag ausleben
    + Können eine hohe Kreativität und Innovationskraft entfalten
    -  Mischen sich ein und haben ständig Verbesserungsvorschläge

  4. Haben einen hohen Anspruch an das eigene Werteverständnis und den des Unternehmens
    + Das Handeln ist von hoher Integrität geprägt
    - Können sich zum Prediger und Moralisten entwickeln

  1. Suchen ständig Sinn in ihrer beruflichen Tätigkeit
    + Sinnhaftigkeit: Überdurchschnittliches Engagement und Inspiration für das Unternehmen
    -  Sinnlosigkeit: Hohe Unzufriedenheit mit sich und dem Unternehmen

Aufgaben, für die hochsensible Mitarbeiter besonders gut geeignet sind

Aufgrund der genannten Erkennungsmerkmale, sind Hochsensible prädestiniert für Tätigkeiten, die…

  • eine hohe Sozialkompetenz erfordern.
  • mit der Gestaltung von zukunftsorientierten und vertrauensvollen Kundenbeziehungen verbunden sind.
  • Übernahme von Verantwortung und Selbstorganisation verlangen.
  • Teamfähigkeit und -inspiration und -zusammenhalt erfordern.
  • eine hohe Kreativität und Innovationskraft voraussetzen.
  • eine komplexe und vernetzte Wahrnehmungsfähigkeit benötigen, um weitreichende Lösungen entwickeln zu können.
  • den Fähigkeiten von Spezialisten und Generalisten in gleicher Weise bedürfen.
  • den Umgang mit einem hohen Maß an Komplexität verlangen.
  • überdurchschnittliche Beratungs- und Coaching-Kompetenzen erfordern.

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Hochsensible Mitarbeiter

Hochsensible Mitarbeiter merken immer wieder, dass sie sich in ihrem Denken und Handeln von ihren Kollegen und Vorgesetzten unterscheiden. Die Ursache dafür ist ihre komplexe und vernetzte Wahrnehmungsfähigkeit. Sie führt nicht nur zu einem hohen Anspruch an sich selbst, sondern auch zu hohen Erwartungen an die berufliche Tätigkeit.

Obwohl nicht allen ihr Persönlichkeitsmerkmal bewusst ist, haben hochsensible Mitarbeiter den dringenden Wunsch, ihren damit einhergehenden inneren Auftrag, ihre Stärken und Potenziale in ihre Arbeit integrieren zu können. Daraus ergeben sich Erwartungen an ihr Arbeitsumfeld und ihre Aufgaben, die von denen anderer Teammitglieder abweichen:

  • die Möglichkeit, Aufgaben gründlich erledigen zu können und Sachverhalte tief durchdringen zu können
  • Handlungsspielräume, um sich einbringen zu können
  • Wunsch nach Akzeptanz, trotz Andersartigkeit (ernst genommen werden)
  • Das Bedürfnis, mit Kollegen in Beziehung zu treten
  • Arbeitsklima, das kreativ und gemeinschaftlich orientiert ist
  • Vertrauen in seine Fähigkeiten und sein Vermögen, die gesetzten Ziele zu erreichen
  • Respekt und Wertschätzung als vollwertiges Teammitglied
  • Wahrung der eigenen Werte
  • Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung

Die Rahmenbedingungen, die gegenwärtig in den meisten Unternehmen vorherrschen, scheinen im krassen Gegensatz zu den Erwartungen Hochsensibler zu stehen. Sie sind gekennzeichnet von:

  • hoher Effizienz
  • einem festen Arbeitsrhythmus
  • festgelegten, sich wiederholenden Arbeitsschritten
  • monothematischen Tätigkeiten
  • einer großen Arbeitsmenge bei gleichzeitigem Zeitmangel
  • standardisierten Vorgehensweisen
  • straff geplanten Projekt- und Kundenterminen
  • Bewertungen auf der Basis von Zahlen, Daten, Fakten
  • wenig Zeit für Innovation und Kreativarbeit
  • unbedingter Regelkonformität

Genau diese Diskrepanz zwischen den eigenen Erwartungen und den vorhandenen Rahmenbedingungen ihres Arbeitsplatzes empfinden hochsensible Mitarbeiter als inneren Grundkonflikt. In der Regel versuchen sie, sich anzupassen und – entsprechend ihrem hohen Anspruch an sich selbst – so gut wie möglich zu funktionieren.

Dennoch ist dieser fortwährende innere Konflikt eine enorme Belastung für sie selbst ebenso wie für ihr Umfeld. Entweder, sie versuchen, es besser zu machen als es von ihnen erwartet wird, gehen über ihre Grenzen und laufen Gefahr an Burn-out zu erkranken. Oder sie fühlen sich unverstanden, fehl am Platz, nicht ins Team integriert, schnell gestresst, überfordert, nicht leistungsfähig. Zwangsläufig zieht diese negative Selbstwahrnehmung weitere Konflikte nach sich: mit Kollegen und Vorgesetzten, aber auch im eigenen inneren Erleben. So kommt eine Negativ-Spirale in Gang, die von der komplexen und vernetzten Wahrnehmung, die Hochsensiblen zu eigen ist, weiter beschleunigt wird.

Hier wird deutlich, dass Hochsensibilität sowohl Segen als auch Fluch sein kann: Ebenso wie sich ein positiv wahrgenommenes Umfeld beflügelnd auswirkt, führt ein dauerhaft negativ wahrgenommenes Umfeld zu nachlassender Leistungsfähigkeit und Vitalität bis hin zur Erkrankung.

Für Unternehmen und Mitarbeiter ist es gleichermaßen bedeutsam, dass Hochsensible ihren inneren Grundkonflikt erkennen und lösen. Nur so sind sie gesund und leistungsfähig, können ihre fachlichen Kompetenzen (auch über das von ihnen erwartete Maß hinaus) einbringen und ihre wichtige Rolle in in Teams finden und als „Schmierstoff“ wirken, der zusätzliche Ressourcen freisetzt.

Doch wie kann das gelingen?

Vielen Hochsensiblen ist ihr innerer Grundkonflikt nicht bewusst. Sie fühlen sich zerrieben zwischen dem, was sie erwarten und dem, was sie umgibt. Im Coaching, das gezielt an die speziellen Bedürfnisse Hochsensibler angepasst ist, gilt es daher zunächst, diesen Konflikt für sie sichtbar und begreifbar zu machen. Anschließend werden konkrete Lösungsstrategien und -mechanismen entwickelt.

Auf Basis der langjährigen Erfahrung mit hochsensiblen Menschen hat HAKINEM einen speziellen Coaching-Prozess entwickelt. Er unterstützt Hochsensible dabei, eine Brücke zwischen ihren Erwartungen und den Anforderungen von Unternehmen zu schlagen. Das Ergebnis: Sie positionieren sich erfolgreich im Unternehmen und im Team.

„Zukunftsfähige Unternehmen benötigen dringend die hohe
Fachkompetenz ihrer hochsensiblen Fach- und Führungskräfte.“
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Dipl.-Ing. Christian Schneider
Geschäftsführer

Hochsensible Selbstständige und Freiberufler

Vielen Hochsensiblen erscheint der Schritt in die Selbstständigkeit oder Freiberuflichkeit die richtige Lösung für ihre inneren Konflikte, die sie während ihrer Zeit als Angestellte erlebt haben. Bevor sie diesen Schritt wagen, haben sie meist mehrere Ausbildungen absolviert – häufig sogar in unterschiedlichen Fachgebieten. Sie verfügen über umfassende Berufserfahrungen und haben zahlreiche Talente, Interessen und Begabungen.

Das sind zunächst gute Startvoraussetzungen. Dennoch neigen Hochsensible dazu, zusätzliche Ausbildungen zu absolvieren, weil sich noch immer nicht ausreichend qualifiziert fühlen, um sich im Markt erfolgreich präsentieren zu können.

Doch genau mit diesem Bestreben, immer umfassendere Kompetenzen zu erlangen und den Kunden eine immer breitere Dienstleitungspalette anbieten zu wollen, stehen sie sich selbst im Weg. Denn so entsteht kein klares Profil – die Kunden können nicht erkennen, welche konkreten Leistungen angeboten werden.

In der Folge fällt es vielen hochsensiblen Selbstständigen und Freiberuflern schwer, sich ein tragfähiges Geschäftsmodell aufzubauen, das ihnen ein wirtschaftlich selbstbestimmtes Leben ermöglicht. So entstehen neue Probleme, die den ursprünglichen inneren Auftrag zu torpedieren scheinen.

Für Hochsensible ist es daher besonders wichtig, ihre Selbstständigkeit oder Freiberuflichkeit gut vorzubereiten und ihr Vorhaben sehr genau zu klären. Dazu gehören:

  • ein tragfähiges und realistisches Businesskonzept
  • ein klarer Marktauftritt
  • eindeutige Marketing-Botschaften
  • die klare Formulierung des Hauptproblems der Zielkunden
  • die Beschreibung des Lösungsangebots, inkl. der Alleinstellungsmerkmale, die aus der Fachlichkeit und der hochsensiblen Unternehmerpersönlichkeit bestehen

Darüber hinaus ist es für den Erfolg von großer Bedeutung, eine starke Verbindung zum eigenen inneren Auftrag zu fühlen (Warum mache ich meinen Job?). Diese Verbindung muss so stark sein, dass sie auch in der täglichen Arbeit spürbar bleibt. Dann wird sie zu einer Motivationsquelle, die Sinn und Erfüllung gibt sowie das Gefühl am richtigen Platz zu sein und eine bedeutsame Rolle in der Gesellschaft spielen zu können.

Auf Basis der langjährigen Erfahrung mit hochsensiblen Menschen hat HAKINEM einen besonderen Coaching-Prozess entwickelt. Er unterstützt hochsensible Selbstständige und Freiberufliche dabei, eine Brücke zwischen ihren Erwartungen und den Marktanforderungen zu schlagen. Das Ergebnis: Sie positionieren sich erfolgreich im Markt.